Heizung

Alte Heizkessel verschwenden Geld und Energie

Wenn die Heizung funktioniert, muss sie auch nicht modernisiert werden – so die verbreitete Ansicht unter deutschen Hausbesitzern. Aber eine Anlage, die störungsfrei läuft, ist nicht zwangsläufig besonders leistungsfähig.

Auch die regelmäßigen Messungen des Schornsteinfegers sagen nichts über die Energieeffizienz einer Ölheizung aus. Einen besseren Anhaltspunkt bietet beispielsweise das Alter des Kessels. So entsprechen praktisch alle vor 1985 installierten Kessel bei weitem nicht mehr dem Stand der Technik und sollten dringend ausgetauscht werden.

Auch Anlagen, die noch mit konstanter Vor- und Rücklauftemperatur arbeiten, gelten als Energieverschwender. Ebenfalls bedenklich ist es, wenn im Heizraum im Winter über 20 °C herrschen. Denn solche Temperaturen entstehen, wenn der Kessel zu viel Wärme abstrahlt.

Wer anstatt eines Standardkessels einen nicht zu alten Niedertemperaturkessel betreibt, kann die Verluste durch regelmäßige Wartung und einen hydraulischen Abgleich in Grenzen halten. Im Vergleich zum Öl-Brennwertgerät gehen dann aber immer noch etwa 10 Prozent der erzeugten Wärme verloren.

Am besten schneiden neue Ölheizungen mit Brennwerttechnik ab. Das liegt unter anderem an der ausgeklügelten Technik, welche die im Abgas enthaltene Energie für Heizzwecke nutzt. Dadurch wird die Energie, die im Heizöl steckt, fast vollständig in Wärme umgewandelt. Der Austausch einer alten Heizung spart also Energie und Geld.

Waermeverluste_Heizkessel

© 2013 Institut für Wärme und Oeltechnik e.V